#unteilbar xx Digitale Freiheit

Fast eine Viertelmillion Menschen auf der Straße. Die #unteilbar Demo hat alles übertroffen, was wir uns erhofft hatten. Berlin hat gezeigt: Wir wollen eine weltoffene, tolerante, progressive Gesellschaft sein. Wir sind gegen jeden Antisemitismus, gegen Rassismus und LGBTQI*-Freindlichkeit. Mit unserem Technowagen wollten wir auf ein Thema hinweisen, das für uns zu einer demokatischen und solidarischen Gesellschaft dazugehört: dem Schutz der Privatsphäre, der Unschuldvermutung, der Freiheit aller. Deswegen sind wir gegen Innenminister Seehofers milliardenteures Vorhaben, intelligente Videoüberwachung mit Gesichts- und Verhaltenserkennung an Bahnhöfen deutschlandweit einzuführen. Weil wir in die deutsche Vergangenheit und auf die AfD im Bundestag schauen und uns dieses Tool zur automatisierten Überwachung aller zu mächtig ist. Weil die Rechtsgrundlage fehlt und Seehofer sich extra ein neues Gesetz dafür ausdenken will. Weil nur ein Horst mehr Überwachung braucht.  Wir sind ins neue Semester getanzt und haben viel Energie mitgenommen. Die brauchen wir auch, denn es gibt viel zu tun. …

Alle “Systemkonform”-Vorträge jetzt online

In Clubs werden Smartphone-Kameras abgeklebt, damit wir uns völlig frei bewegen und entfalten können, ohne uns beobachtet zu fühlen. Im öffentlichen Raum hingegen nimmt die Überwachung zu, sowohl offline als auch online. Welchen Einfuss hat dieser Ausbau auf uns als Individuen und als Gesellschaft? Verändert sich unser Selbstverständnis von Zusammenleben und Demokratie? Dieser Frage näherten sich unsere Speaker im Polygon aus verschiedenen Persektiven. Die Vorträge von Kriminalkommissar Eric Tabbert oder Journalist Daniel Moßbrucker sind jetzt online: media.ccc.de/c/syskon Wir danken dem Chaos Computer Club Berlin.

Workshop auf dem Netzfest der re:publica

Wenn sich um 10 Uhr morgens am Samstag ein Zelt mit Menschen füllt, die über Datenschutz reden wollen, freut uns das. Beim ersten Netzfest der Internetmesse re:publica gaben wir erst einen Input-Vortrag über neue Gesetze und Bonuskarten, die alle Einkäufe speichern. Dann diskutierten wir offen über die Auswirkungen der neuen Möglichkeiten: Wem nutzt die Möglichkeit, massenhaft Informationen zu speichern? Wann ist es sinnvoll und wann gefährlich? Es freute uns zu sehen, wie viele unterschiedliche Menschen zusammenkamen. Die Erzählungen der Teilnehmer aus verschiedenen Branchen und Lebenssituationen waren auch für uns sehr spannend. Egal ob der Lehrer, der sich vor der Verbeamtung fragt, welche Informationen Behörden über ihn haben; Studenten, die sich nach dem Facebook-Skandal mit den AGBs des Unternehmens auseinandersetzen möchten; oder eine Programmiererin, die sich fragte, wann ihr Code, der automatisch Daten erfasst und zusammenführt, ihren eigenen moralischen Standards nicht mehr entspricht. Danke an all diese Eindrücke, Fragen und Diskussionen …

5 Jahre nach Snowden – Workshop #PWB18: Wirklich verstehen, warum du etwas zu verbergen hast.

Vor fünf Jahren hat Edward Snowden die NSA-Überwachung aufgedeckt. Doch heute speichern Unternehmen mehr Daten über uns, als sich die Stasi je auch nur wünschen konnte. In den letzten Monaten haben viele Bundesländer ihrere Polizei Befugnisse gegeben, deutlich tiefer in die Privatsphäre von Verdächtigen einzugreifen. Ähnliche Gesetze sind in weiteren Bundesländern geplant. Doch wie stehen Demokratie und Privatsphäre in Zusammenhang? Wie viel mehr Sicherheit bringen die Überwachungsgesetze? Und was bedeuten sie etwa für Aktivisten? Wir geben einen Überblick, welche Daten von Unternehmen und staatlichen Institutionen gesammelt werden. Dann wollen wir uns gemeinsam auf die Frage konzentrieren: Was passiert in einer Gesellschaft, wenn die Privatsphäre eingeschränkt ist? Es werde keine Vorkenntnisse vorausgesetzt! Wann? 03. Oktober 2018, 19:00 – 21:00 Uhr Wo? Seminarraum der c-base, Rungestrasse 20, 10179 Berlin

Gesichtserkennung im ARD Mittagsmagazin

Wir waren Teil eines Beitrags für das ARD Mittagsmagazin vom 31.07.2018. In der Sendung wurde unter anderem die automatisierte Videoüberwachung am Beispiel der Gesichtserkennung am Berliner Bahnhof Südkreuz kritisch thematisiert. Definitiv sehenswert (ab Minute 24:56): https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/mittagsmagazin/videos/sendung-vom-31-juli-2018-video-100.html Außerdem gibt es hier die Kurzversion des Beitrages aus dem Nachtmagazin: https://www.tagesschau.de/inland/gesichtserkennung-berlin-test-101.html

Filmabend am 5.7. um 19 Uhr im Wiwicafe (TU Berlin)

Vor ungefähr 5 Jahren sorgten die Enthüllungen von Edward Snowden dafür, dass weltweit ein Sturm der Entrüstung über die NSA Überwachung ausbrachte. Leider ist es heute um diese Probleme aber wieder gefährlich still geworden: Ob smarte persönliche Assistenten, Videokameras mit Verhaltenserkennung oder Vorratsdatenspeicherung, das Thema ist leider relevant wie noch nie. Um darauf wieder mehr aufmerksam zu machen und zum Nachdenken und Diskutieren anzuregen, veranstalten wir deshalb wieder einen Filmabend! Nach einem kleinen Input schauen wir uns einen aktuellen Film zum Themefeld an und reden dann anschließend bei ein paar Bier noch darüber. Wir freuen uns auf euch!

Asta Sommerfest der TU Berlin

Aufs Asta-Sommerfest ging es mit: Siebdrucken für die Digitale Freiheit, Stickern für die Digitale Freiheit und Pfeffi für die Digitale Freiheit. Danke an alle die da waren für Glitzer, Punk, Gespräche und Stickertausch. Wer das verpasst hat, aber auch einen „Nur ein Horst braucht mehr Überwachung“-Pulli oder einen „Nackt siehst du sowieso viel besser aus – dein Staatstrojaner“-Beutel haben will, der komme uns besuchen. Jeden Dienstag um 19 Uhr im Foyer vom EB-Gebäude der TU Berlin.

Vorsicht Contentfilter!

Am 20. Juni stimmt der EU Justizrat über eine europaweite Urheberrechtsreform ab. Diese Abstimmung ist die letzte realistische Chance Uploadfilter und Leistungsschutzrecht noch aufzuhalten. Das Gesetz macht Webseiten für Urheberrechtsverletzungen durch den Content ihrer Userinnen und User verantwortlich, außer sie führen Contentfilter ein. Praktisch wird das dazu führen, dass jede Website allen user*innengenerierten Content – also Bilder, Ton, Videos und sogar Text – an Google und co. senden müssen bevor sie ihn veröffentlichen können. Weitere und detailliertere Informationen findest Du hier: saveyourinternet.eu, Logbuch-Netzpolitik Hier kannst du auch direkt den Deutschen Abgeordneten im Justizrat deine Meinung kundtun:

Vorträge, Workshops, Filme und Soliparty im Polygon Club am 27.4.

Hallo liebe Menschen! Wie betrifft Überwachung Geflüchtete? Was macht sie mit der Pressefreiheit? Wie beeinträchtigt sie anonyme Suchtberatungsangebote? Und war da nicht was mit Überwachung im Nationalsozialismus? Wir haben die letzten Wochen tief in der Orga für unseren Themenabend über Überwachung gesteckt, und freuen uns sehr über das, was jetzt dabei herausgekommen ist: Am 27. April ab 20:00 im Polygon Club gibt es erst Vorträge, Workshops und Filme zum Thema Überwachung und im Anschluss eine Soliparty. In den Vorträgen werden die folgenden Experten aus ihrer Perspektive erklären, wie Überwachung unsere Gesellschaft formt und verändert: ► Überwachung – Eine Einführung Benjamin Kees (hat Informatik und Psychologie studiert, Vorstandsmitglied des FIfF und Mitglied der Fachgruppe “Informatik und Ethik” der Gesellschaft für Informatik) ►Was dein Wohnort, deine Schlafenszeiten und deine Freunde über deine Verdächtigkeit aussagen Eric Tabbert (Kriminalkommissar) ► Betrifft Überwachung uns alle im gleichen Maße? Nicolas Chevreux (Asylverfahrensberater & Asylreferent von Amnesty …