Gegen Verhaltenserkennungstests am Südkreuz

Die Tests “intelligenter” Videoüberwachung am Berliner Bahnhof Südkeuz gehen weiter – und unser Protest dagegen auch. es geht weiter https://t.co/O0oungjt4X https://t.co/Zu04rMgDTS— sibylle berg (@SibylleBerg) 17. Juni 2019 Das automatisierte Erkennen von Situationen“ durch Videoüberwachung wird seit Dienstag am Berliner Bahnhof Südkreuz geprobt. Bei dieser sogenannten „Intelligenten Videoanalysetechnik“ arbeiten die Deutsche Bahn und die Bundespolizei zusammen. Der Test ist die zweite Phase eines umstrittenen Überwachungsprojekts, das bereits massiv für Protest gesorgt hatte. Der Start hätte eigentlich schon im Februar stattfinden sollen, wurde aber auf unbestimmte Zeit verschoben – bis jetzt. – netzpolitik.org

Europawahl: Keine Stimme für Uploadfilter

20 mal drei Meter Banner für Digitale Freiheit: Der Protest gegen die Uploadfilter soll in in Wählerstimmen manifestieren. Hier noch mal die Chronik eines Lobbyerfolgs: https://netzpolitik.org/2019/uploadfilter-eine-geschichte-voller-fails/ Als Initiative wollen wir hier noch mal auf die zwei größten Missverständnisse eingehen: Ihr seid doch von Google/YouTube/Facebook gekauft (Come on!) Kurzfristig hatten wir tatsächlich – außnahmsweise – dieselbe Meinung wie Google: Wir wollten keine Uploadfilter. Die Gründe waren allerdings andere. Google fürchtete um die Jahresbilanz, denn die Umsetzung von Uploadfiltern birgt finanzielle Risiken. Unsere Gründe waren: Uploadfilter zensieren unnötig viel, sie stärken langfristig nur die großen Unternehmen, die sich die Entwicklung leisten können und die Umsetzung von Artikel 17 (ehemals 13) mündet absehbar ins Chaos. Ihr seht schon, so viel haben wir dann doch nicht gemein. Außerdem gehört Googles Monopol immer noch zerschlagen. Wir finden europäische Politik doof? (Im Gegenteil!) Wir finden Gesetze doof, die hauptsächlich den Interessen von Verwertungsgesellschaft und Film- und …

Datenfischen auf der re:publica

Was passiert mit unseren Daten? Um das zu veranschaulichen, bauten wir auf der Digitalkonferenz re:publica in der Station Berlin eine Kunstinstallation auf. Die Besucher konnten Datenkonzern spielen und aus Informationen über User*innen Rückschlüsse ziehen – und diese verwerten, um beispielsweise Versicherungstarife zu bestimmen. Als Hauptgewinn für besonders perfide datenbasierte Vorurteile, wurden Preise verteilt.

Horst zieht uns die Hosen aus

Der CDU-Innenminister Horst Seehofer ist für seine durchdachten, sinnvollen, menschenwürdigen Gesetzesvorschläge bundesweit bekannt. Mit Technologie kennt er sich besonders gut aus. Highlight aus dem IT-Sicherheitsgesetzesvorschlag: Beugehaft bei Passwortverweigerung. Alle Infos kriegt ihr hier. Wir haben protestiert:

Großdemo in Berlin: Wir kämpfen für Internetkultur

Verwertungsgesellschaften, Plattenfirmen und die Filmindustrie haben Geld für Lobbyarbeit. Internetuser haben das nicht. Was wir aber haben, ist unsere Stimme, als Wähler und auf der Straße. Wir erheben das Wort gegen undurchdachte Gesetzesvorschläge, gegen Plattformmonopole und Massenüberwachung. Wir zeigen, dass wir für Internetkultur, Dezentralität und Datenschutz kämpfen. Und wir sind viele. Dass haben wir gemeinsam mit 40.000 Demonstranten in Berlin und über 170.000 Menschen europaweit auf den Demos gegen Artikel 13 und das werden wir weiterhin machen. Wir wollen zeigen: Wer für Upload-Filter stimmt, wird nicht mehr gewählt. Wer Massenüberwachung ausbaut, wird nicht mehr gewählt. Als Teil der Organisations-Crew hielt Viktor für die Digitale Freiheit einen Redebeitrag auf der Demo in Berlin, in der er noch einmal betonte: Das vermurkste Urheberrecht ist natürlich kein Grund, die EU grundsätzlich zu kritisieren. Die EU hat auch schon Gesetzte für ein besseres, datenschutzfreundlicheres Internet verabschiedet, die DSGVO. Um Europakritik geht es ganz und …

Digitale Freiheit @35c3

Wenn 15.000 Menschen sich mit ihren Laptops in den Leipziger Messehallen ausbreiten, dann ist Chaos Communication Congress. Wie schon letztes Jahr waren wir mit einem guten Dutzend “Digitale Freiheit”-Mitgliedern dabei. Man fand uns meist bei unserer Assembly im Freedom Cluster, wo wir uns mit anderen Netz- und Datenschutzaktivisten über unsere Arbeit austauschten.

#unteilbar xx Digitale Freiheit

Fast eine Viertelmillion Menschen auf der Straße. Die #unteilbar Demo hat alles übertroffen, was wir uns erhofft hatten. Berlin hat gezeigt: Wir wollen eine weltoffene, tolerante, progressive Gesellschaft sein. Wir sind gegen jeden Antisemitismus, gegen Rassismus und LGBTQI*-Freindlichkeit. Mit unserem Technowagen wollten wir auf ein Thema hinweisen, das für uns zu einer demokatischen und solidarischen Gesellschaft dazugehört: dem Schutz der Privatsphäre, der Unschuldvermutung, der Freiheit aller. Deswegen sind wir gegen Innenminister Seehofers milliardenteures Vorhaben, intelligente Videoüberwachung mit Gesichts- und Verhaltenserkennung an Bahnhöfen deutschlandweit einzuführen. Weil wir in die deutsche Vergangenheit und auf die AfD im Bundestag schauen und uns dieses Tool zur automatisierten Überwachung aller zu mächtig ist. Weil die Rechtsgrundlage fehlt und Seehofer sich extra ein neues Gesetz dafür ausdenken will. Weil nur ein Horst mehr Überwachung braucht.  Wir sind ins neue Semester getanzt und haben viel Energie mitgenommen. Die brauchen wir auch, denn es gibt viel zu tun. …

Alle “Systemkonform”-Vorträge jetzt online

In Clubs werden Smartphone-Kameras abgeklebt, damit wir uns völlig frei bewegen und entfalten können, ohne uns beobachtet zu fühlen. Im öffentlichen Raum hingegen nimmt die Überwachung zu, sowohl offline als auch online. Welchen Einfuss hat dieser Ausbau auf uns als Individuen und als Gesellschaft? Verändert sich unser Selbstverständnis von Zusammenleben und Demokratie? Dieser Frage näherten sich unsere Speaker im Polygon aus verschiedenen Persektiven. Die Vorträge von Kriminalkommissar Eric Tabbert oder Journalist Daniel Moßbrucker sind jetzt online: media.ccc.de/c/syskon Wir danken dem Chaos Computer Club Berlin.

Workshop auf dem Netzfest der re:publica

Wenn sich um 10 Uhr morgens am Samstag ein Zelt mit Menschen füllt, die über Datenschutz reden wollen, freut uns das. Beim ersten Netzfest der Internetmesse re:publica gaben wir erst einen Input-Vortrag über neue Gesetze und Bonuskarten, die alle Einkäufe speichern. Dann diskutierten wir offen über die Auswirkungen der neuen Möglichkeiten: Wem nutzt die Möglichkeit, massenhaft Informationen zu speichern? Wann ist es sinnvoll und wann gefährlich? Es freute uns zu sehen, wie viele unterschiedliche Menschen zusammenkamen. Die Erzählungen der Teilnehmer aus verschiedenen Branchen und Lebenssituationen waren auch für uns sehr spannend. Egal ob der Lehrer, der sich vor der Verbeamtung fragt, welche Informationen Behörden über ihn haben; Studenten, die sich nach dem Facebook-Skandal mit den AGBs des Unternehmens auseinandersetzen möchten; oder eine Programmiererin, die sich fragte, wann ihr Code, der automatisch Daten erfasst und zusammenführt, ihren eigenen moralischen Standards nicht mehr entspricht. Danke an all diese Eindrücke, Fragen und Diskussionen …