#PaperBagSociety

Für die Reclaim Your Face Petition haben wir uns eine Papiertüte aufgesetzt und waren damit einen Tag in Berlin unterwegs. Wie zu erwarten hat sich gezeigt, dass eine Papiertüte auf dem Kopf ganz schön umständlich und nervig ist, um in Zukunft vor automatisierter Gesichtserkennung geschützt zu sein. Die Papiertüte ist also nur die zweitbeste Lösung, um in der Öffentlichkeit unerkannt zu bleiben. Besser: die Reclaim Your Face Petition jetzt unterschreiben! Jede/r EU-Bürger*in kann mit seiner/ihrer Unterschrift dazu beitragen, ein Verbot von biometrischer Massenüberwachung im öffentlichen Raum zu erwirken. Mit der fotografischen Dokumentation unseres Experiments wollen wir darauf aufmerksam machen, wie allumgreifend Überwachung in der Öffentlichkeit ist – bedeutet, in wie vielen alltäglichen Situationen wir in Zukunft identifiziert und getrackt werden könnten. Und wenn du das nicht willst, dann bleibt nur noch zu Hause bleiben oder eine Gesellschaft, in der jede/r eine Papiertüte auf dem Kopf trägt. Für aktuellen Content zur …

Wir fordern unser Gesicht zurück!

Am Mittwoch, den 17. Februar 2021 ist die europaweite Bürger:inneniniative #ReclaimYourFace gestartet. Über 30 NGOs in ganz Europa und darunter natürlich auch die Digitale Freiheit haben sich vernetzt, um klare rote Linien für intelligente Überwachungstechnologien von der EU-Kommission einzufordern. Aktuell ist ein neues Gesetz zu künstlichen Intelligenz in Planung, bei dem nur eine sehr schwache Regulierung zu erwarten ist. Letztes Jahr wurde erst ein Verbot für automatische Gesichtserkennung angedacht, dann wollte die EU-Kommission doch lieber eine öffentliche Debatte über das Thema. Der Konsultationsprozess war zwar öffentlich, aber weder öffentlichkeitswirksam noch niedrigschwellig. Das erschwert natürlich einen demokratischen und einbindenden Austausch ziemlich. Deshalb wollen wir jetzt zusammen mit dem European Digital Rights Netzwerk (EDRi) Überwachungstechnologien zur Diskussion stellen und deiner Stimme Gewicht geben. Mit 1 Millionen Unterschriften muss die EU-Kommission ein Verbot von biometrischer Massenüberwachung verhandeln. Wir möchten uns weiter im öffentlichen Raum frei und unbeobachtet fühlen. Wir wollen nicht unter Generalverdacht …

Digitale Freiheit & rC3 Chaos Remote Experience

Dieses Jahr wurde es virtuell und experimentell. Anstatt sich auf dem jährlichen Chaos Computer Club Congress zu Tummeln, wurde die Messehalle in Leipzig in die 2-D-Welt verlegt. An unterschiedlichen Orten in Deutschland wurde unter Einhaltung von Coronamaßnahmen fleißig aufgezeichnet, vorgetragen, diskutiert und präsentiert. Entstanden ist ein chaotische, dinstinktive und originelle Remote Experience. Die Digitale Freiheit war mitten drin und packte im Open Infrastructure Orbit mit an. Im about:freedom Cluster findet ihr interessante Vorträge zu digitalen Menschenrechten, sozialer und ökologischer Transformation und freier Software für alle. Und unter anderem einen Spontanvortrag von der Digitalen Freiheit.

Pressemitteilung des Bündnisses “Gesichtserkennung stoppen”

Aktuelle Pläne des Innenministeriums müssen gestoppt werden – Bündnis fordert Verbot automatisierter Gesichtserkennung Ein Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen wendet sich gegen den Vorstoß des Innenministeriums, an 135 Bahnhöfen und 14 Flughäfen automatisierte Gesichtserkennung einsetzen zu wollen. Stattdessen fordert das Bündnis „Gesichtserkennung stoppen“ ein Verbot dieser hochproblematischen Technologie in Deutschland. Auch wenn eine Verbesserung der Sicherheit etwa an Bahnhöfen grundsätzlich sinnvoll erscheint, ist automatisierte Gesichtserkennung als Mittel dafür nicht nur ungeeignet, sondern hat immense negative Folgen für Millionen Passanten und Reisende. Automatisierte Gesichtserkennung bedeutet eine permanente heimliche Personenüberwachung in öffentlichen Räumen wie Bahnhöfen oder Flughäfen. Die Körperdaten aller Vorbeilaufenden werden dabei erfasst und automatisiert mit Datenbanken abgeglichen, ohne dass die Betroffenen dies bemerken müssen. Damit greift die automatisierte Gesichtserkennung tief in die Rechte und Freiheiten von Menschen ein, wenn biometrische Körperdaten quasi im Vorbeigehen und anlasslos analysiert werden „Automatische Gesichtserkennung ist eine Hochrisikotechnologie“, erklärt Viktor Schlüter von der Organisation Digitale Freiheit: …

Gegen Verhaltenserkennungstests am Südkreuz

Die Tests “intelligenter” Videoüberwachung am Berliner Bahnhof Südkeuz gehen weiter – und unser Protest dagegen auch. es geht weiter https://t.co/O0oungjt4X https://t.co/Zu04rMgDTS— sibylle berg (@SibylleBerg) 17. Juni 2019 Das automatisierte Erkennen von Situationen“ durch Videoüberwachung wird seit Dienstag am Berliner Bahnhof Südkreuz geprobt. Bei dieser sogenannten „Intelligenten Videoanalysetechnik“ arbeiten die Deutsche Bahn und die Bundespolizei zusammen. Der Test ist die zweite Phase eines umstrittenen Überwachungsprojekts, das bereits massiv für Protest gesorgt hatte. Der Start hätte eigentlich schon im Februar stattfinden sollen, wurde aber auf unbestimmte Zeit verschoben – bis jetzt. – netzpolitik.org

Europawahl: Keine Stimme für Uploadfilter

20 mal drei Meter Banner für Digitale Freiheit: Der Protest gegen die Uploadfilter soll in in Wählerstimmen manifestieren. Hier noch mal die Chronik eines Lobbyerfolgs: https://netzpolitik.org/2019/uploadfilter-eine-geschichte-voller-fails/ Als Initiative wollen wir hier noch mal auf die zwei größten Missverständnisse eingehen: Ihr seid doch von Google/YouTube/Facebook gekauft (Come on!) Kurzfristig hatten wir tatsächlich – außnahmsweise – dieselbe Meinung wie Google: Wir wollten keine Uploadfilter. Die Gründe waren allerdings andere. Google fürchtete um die Jahresbilanz, denn die Umsetzung von Uploadfiltern birgt finanzielle Risiken. Unsere Gründe waren: Uploadfilter zensieren unnötig viel, sie stärken langfristig nur die großen Unternehmen, die sich die Entwicklung leisten können und die Umsetzung von Artikel 17 (ehemals 13) mündet absehbar ins Chaos. Ihr seht schon, so viel haben wir dann doch nicht gemein. Außerdem gehört Googles Monopol immer noch zerschlagen. Wir finden europäische Politik doof? (Im Gegenteil!) Wir finden Gesetze doof, die hauptsächlich den Interessen von Verwertungsgesellschaft und Film- und …

Datenfischen auf der re:publica

Was passiert mit unseren Daten? Um das zu veranschaulichen, bauten wir auf der Digitalkonferenz re:publica in der Station Berlin eine Kunstinstallation auf. Die Besucher konnten Datenkonzern spielen und aus Informationen über User*innen Rückschlüsse ziehen – und diese verwerten, um beispielsweise Versicherungstarife zu bestimmen. Als Hauptgewinn für besonders perfide datenbasierte Vorurteile, wurden Preise verteilt.

Horst zieht uns die Hosen aus

Der CDU-Innenminister Horst Seehofer ist für seine durchdachten, sinnvollen, menschenwürdigen Gesetzesvorschläge bundesweit bekannt. Mit Technologie kennt er sich besonders gut aus. Highlight aus dem IT-Sicherheitsgesetzesvorschlag: Beugehaft bei Passwortverweigerung. Alle Infos kriegt ihr hier. Wir haben protestiert:

Großdemo in Berlin: Wir kämpfen für Internetkultur

Verwertungsgesellschaften, Plattenfirmen und die Filmindustrie haben Geld für Lobbyarbeit. Internetuser haben das nicht. Was wir aber haben, ist unsere Stimme, als Wähler und auf der Straße. Wir erheben das Wort gegen undurchdachte Gesetzesvorschläge, gegen Plattformmonopole und Massenüberwachung. Wir zeigen, dass wir für Internetkultur, Dezentralität und Datenschutz kämpfen. Und wir sind viele. Dass haben wir gemeinsam mit 40.000 Demonstranten in Berlin und über 170.000 Menschen europaweit auf den Demos gegen Artikel 13 und das werden wir weiterhin machen. Wir wollen zeigen: Wer für Upload-Filter stimmt, wird nicht mehr gewählt. Wer Massenüberwachung ausbaut, wird nicht mehr gewählt. Als Teil der Organisations-Crew hielt Viktor für die Digitale Freiheit einen Redebeitrag auf der Demo in Berlin, in der er noch einmal betonte: Das vermurkste Urheberrecht ist natürlich kein Grund, die EU grundsätzlich zu kritisieren. Die EU hat auch schon Gesetzte für ein besseres, datenschutzfreundlicheres Internet verabschiedet, die DSGVO. Um Europakritik geht es ganz und …