Europawahl: Keine Stimme für Uploadfilter

20 mal drei Meter Banner für Digitale Freiheit: Der Protest gegen die Uploadfilter soll in in Wählerstimmen manifestieren.

Hier noch mal die Chronik eines Lobbyerfolgs: https://netzpolitik.org/2019/uploadfilter-eine-geschichte-voller-fails/

Als Initiative wollen wir hier noch mal auf die zwei größten Missverständnisse eingehen:

Ihr seid doch von Google/YouTube/Facebook gekauft (Come on!)

Kurzfristig hatten wir tatsächlich – außnahmsweise – dieselbe Meinung wie Google: Wir wollten keine Uploadfilter. Die Gründe waren allerdings andere. Google fürchtete um die Jahresbilanz, denn die Umsetzung von Uploadfiltern birgt finanzielle Risiken. Unsere Gründe waren: Uploadfilter zensieren unnötig viel, sie stärken langfristig nur die großen Unternehmen, die sich die Entwicklung leisten können und die Umsetzung von Artikel 17 (ehemals 13) mündet absehbar ins Chaos. Ihr seht schon, so viel haben wir dann doch nicht gemein. Außerdem gehört Googles Monopol immer noch zerschlagen.

Wir finden europäische Politik doof? (Im Gegenteil!)

Wir finden Gesetze doof, die hauptsächlich den Interessen von Verwertungsgesellschaft und Film- und Musikindustrie nutzen, aber nicht den Künstlern oder den Usern, die das Internet tatsächlich benutzen. Für eben diese hat die EU aber auch schon gezeigt, wie wirkmächtig sie ein besseres Internet schaffen kann, Stichwort DSGVO.