Großdemo in Berlin: Wir kämpfen für Internetkultur

Verwertungsgesellschaften, Plattenfirmen und die Filmindustrie haben Geld für Lobbyarbeit. Internetuser haben das nicht. Was wir aber haben, ist unsere Stimme, als Wähler und auf der Straße. Wir erheben das Wort gegen undurchdachte Gesetzesvorschläge, gegen Plattformmonopole und Massenüberwachung. Wir zeigen, dass wir für Internetkultur, Dezentralität und Datenschutz kämpfen. Und wir sind viele.

Dass haben wir gemeinsam mit 40.000 Demonstranten in Berlin und über 170.000 Menschen europaweit auf den Demos gegen Artikel 13 und das werden wir weiterhin machen. Wir wollen zeigen: Wer für Upload-Filter stimmt, wird nicht mehr gewählt. Wer Massenüberwachung ausbaut, wird nicht mehr gewählt.

Als Teil der Organisations-Crew hielt Viktor für die Digitale Freiheit einen Redebeitrag auf der Demo in Berlin, in der er noch einmal betonte: Das vermurkste Urheberrecht ist natürlich kein Grund, die EU grundsätzlich zu kritisieren. Die EU hat auch schon Gesetzte für ein besseres, datenschutzfreundlicheres Internet verabschiedet, die DSGVO. Um Europakritik geht es ganz und gar nicht, sondern um den Kampf für Freiheitsrechte und Internetkultur. Themen, an denen niemand Geld verdient und deshalb darauf pocht, sondern für die wir besonders laut sein wollen, damit sie politisch nicht übersehen werden.