#unteilbar xx Digitale Freiheit

Fast eine Viertelmillion Menschen auf der Straße. Die #unteilbar Demo hat alles übertroffen, was wir uns erhofft hatten. Berlin hat gezeigt: Wir wollen eine weltoffene, tolerante, progressive Gesellschaft sein. Wir sind gegen jeden Antisemitismus, gegen Rassismus und LGBTQI*-Freindlichkeit.

Mit unserem Technowagen wollten wir auf ein Thema hinweisen, das für uns zu einer demokatischen und solidarischen Gesellschaft dazugehört: dem Schutz der Privatsphäre, der Unschuldvermutung, der Freiheit aller. Deswegen sind wir gegen Innenminister Seehofers milliardenteures Vorhaben, intelligente Videoüberwachung mit Gesichts- und Verhaltenserkennung an Bahnhöfen deutschlandweit einzuführen. Weil wir in die deutsche Vergangenheit und auf die AfD im Bundestag schauen und uns dieses Tool zur automatisierten Überwachung aller zu mächtig ist. Weil die Rechtsgrundlage fehlt und Seehofer sich extra ein neues Gesetz dafür ausdenken will. Weil nur ein Horst mehr Überwachung braucht. 

Wir sind ins neue Semester getanzt und haben viel Energie mitgenommen. Die brauchen wir auch, denn es gibt viel zu tun.

Wir begrüßen die Klage gegen das Polizeiaufgabengesetz in Bayern und wollen neue Polizeigesetze in anderen Bundesländern mit ähnlich drastischen Eingriffen in die Privatsphäre der Bürger verhindern. Wir wollen sind für Urheberschutz, aber gegen die absurde Europäische Urheberrechtsreform. Wir wollen mitreden, wenn Netzkultur grundlegend verändert werden soll. Lasst unser Internet in Ruhe, oder wir nehmen euch die Faxgeräte weg. Wir wollen diskutieren, wie sich soziale Netzwerke etablieren können, die keine Profile von Millionen Menschen anlegen. Und so vieles mehr.

Vor allem feiern wir. Die DSGVO und die Digitale Freiheit. Die letzten Sonnenstrahlen, den Bass und all die Menschen, die für eine offene Gesellschaft streiten.

Danke allen Helfern und Unterstützern, besonders Tamara, Lisa, Christophe und dem #unteilbar Orga-Team.